Aquafilling – Los Deline

Kurzinfo

Behandlungsart: minimal-invasiv

Behandlungsdauer: circa 2 -3 Std.

Ausfallzeit: 24 Stunden

Wirkdauer: circa 5 – 8 Jahre

Los Deline ist eine gelförmige Endoprothese, die z.B. zur Gesäßvergrößerung eingesetzt wird. Als wasserähnliche Substanz, besteht sie zu 98 % aus physiologischer Kochsalzlösung und wird zu 2 % mit einem 3 D Polyamid querstabilisiert. Das Produkt ist damit biokompatibel und der Körper baut es nach ein paar Jahren vollständig ab.
› Material-Sicherheitsdokumentation (PDF)
› EC-Konformitätserklärung (PDF)

Definition

Volumengebung im definierten Bereich.

Körperregionen

  • Gesäßvergrößerung
  • Trichterbrust
  • Weichteildefekte am Körper

Vorgehensweise

Nach Desinfektion und Tumeszenzanästhesie wird die Substanz in mehreren kleinen Mengen durch eine Spezialkanüle zwischen Haut und Gesäßmuskulatur vorsichtig subkutan injiziert. Einzigartig ist unsere Methode der Hybridimplantation hierbei, der Verwendung mehrerer Techniken zur Optimierung des Weichteilgewebes. Anschliessend formen wir das Gesäß.

Nur zwei Zugänge pro Seite sind notwendig. Es ist keine Vollnarkose erforderlich, Dämmerschlaf kann der/die Patient(in) anästhesiologisch betreut wählen.

Gesellschaftsfähigkeit

Sofort

Vorteile von Los Deline

  • minimal-invasives Injektionsverfahren
  • keine Vollnarkose/möglicher Dämmerschlaf
  • kleinste Narben
  • schnelle und ergebnisorientierte Durchführung ohne wesentliche Downtime
  • natürliches Ergebnis im Gegensatz zu Silikonimplantaten
  • Abbau nach ca. 5 – 8 Jahren
  • Biokompatibilität für den Körper
  • geringes Risiko einer Kapselfibrose
  • Nachinjektion bedingt oder eher nicht möglich

Wirkungsweise

Das Ergebnis nach einer Behandlung ist sofort sichtbar, wenn Lokalanästhesie und Schwellung abgebaut wurden. Nach etwa 4 Jahren fängt der Körper an, das Gel langsam zu resorbieren. Geringe Erstresorptionsmengen können via Nachinjektion korrigiert werden. Wir beschränken uns allerdings auf maximal 1 Nachinjektionen nach Erstimplantation und dies auch immer in Abstimmung mit dem Verhalten des Materials über die stattgehabte Verweildauer im Körper über die letzten Jahre.

Was kostet ein Eingriff mit Los Deline™?

Pro Materialmenge 100 Gramm verlangen wir 654,50 € Materialkosten, hinzu addiert sich die chir. Implantationsleistung nach Aufwand.

Safety Guidelines

Vor der Anwendung muss für mindestens 1 Woche auf die Einnahme blutverdünnender Medikamente verzichtet werden. Zudem dürfen Sie am Behandlungstag nicht akut erkrankt sein. Eine Impfung (bsp. Anti – Covid) sollte mind. 2 Wochen zurückliegen. 4 Wochen postop. muss auf Joggen, Springen, Kraftsport, schweres Heben und langes Sitzen (Povergrößerung) verzichtet werden. Sauna/Solarium erst nach Freigabe durch uns.

Risiken und mögliche Nebenwirkungen

Die Risiken und Nebenwirkungen bei Aquafilling sind zunächst mit üblichen Eingriffsrisiken, wie Rötung, Schwellung und Hämatomen, gleichzusetzen. Infektionen und allergische Reaktionen sind selten und können meist antibiotisch kompensiert werden. Ein thrombembolisches Risiko besteht aber grundsätzlich beim Gesäßaufbau. Dieses Risiko ist mit 1 : 3000 auch als erhöht einzustufen. Im Unterschied zur Eigenfetttransplantation oder dem Volumenaufbau mittels Implantaten, ist es bei Los Deline geringer, aber nicht wegzudiskutieren. Das thrombembolische Risiko und gesetzte Literaturbeispiele hierzu resultieren meist aus unsachgemäßer Handhabe und zu tiefer, intramuskulärer Injektion. Das Material darf nur im subkutanen Fettgewebe Verwendung finden. Zur höchsten Sicherheit fahren wir standardisiert eine Thromboseprophylaxe über 4 Tage nebst Antibiose und abschwellender Medikation. Eine evtl. Fistelung und Verlagerung der Substanz ist schwierig zu korrigieren. Es werden immer wieder Fälle beschrieben, bei denen das Material operativ entfernt werden muss und der Standard einer Saug – Spüldrainage der Region nicht ausreicht. Grundsätzlich informieren wir deshalb bewußt über ein mögliches, komplikatives Risiko, das sich mit folgendem Inhalt auch in unserer Patientenaufklärung wiederfindet:

Infektionsrisiko, Schmerzen, slow implant immune response syndrome, allgemeine Schwäche, Unwohlsein, Fieber, Gefäß – Nervenschäden, Verletzung von Nachbarorganen, Hämatom, Schwellung, Lungenembolie, Thrombose, Asymmetrie, vorzeitiger Abbau des Materials, Notwendigkeit der Antikoagulation perioperativ, Wundheilungsstörung, rezidivierende Wundheilungsstörung, Austritt von Material, gegebenenfalls Entfernung des Materials in toto bei Unverträglichkeit, Nahtdehiszenz, Touch up einmalig und frühestens nach 6 Monaten, Entzündung des Implantats, muss auf demselben Weg des Zugangs wieder ausgewaschen werden bei Komplikationen, Fistelung von Material, Kapselfibrose, Verkapselung, Knotenbildung, Narbenbildung – und Verbreiterung bei Einheilung und/Revision/Touch up; Dellenbildung, Einziehung, Gewebeatrophie; Instabilität der Polyamidbindung mit vorzeitigem oder nicht vorhersehbarem Abbau, bzw. mit Verbleib von Restresiduen über die Herstellerangaben hinaus.

Kontraindikation​

  • akute und chronische Infektionen
  • Gerinnungsstörungen
  • Tumorerkrankungen
  • Menstruationsstörungen
  • schwere somatische Erkrankungen
  • Hautinfektionen etc., im zu behandelnden Bereich
  • Medikamentenallergien